Musikinstrumente

Bass

Ein Bass als Musikinstrument kann viele unterschiedliche Bedeutungen haben. Im allgemeinen wird ein Instrument als Bass bezeichnet, wenn es der tiefste Vertreter in seiner Familie von Musikinstrumenten ist. Da sind zum Beispiel die Bass-Gitarre in der Ausführung als Akustik-Bass oder E-Bass, der Kontrabass oder auch die Bass-Geige genannt, Bass-Posaune, Bass-Fagott, Tuba, Bass-Klarinette oder auch Bass-Piano. Üblicherweise geben die Bass-Instrumente die harmonische Struktur eines Musikstückes vor, da sie oftmals den Grundton spielen. In der modernen Musik, also beispielsweise in Rock, Pop, Jazz und verwandten Stilistiken kommt dem Bassisten auch eine rhythmische Rolle zu. Oftmals spielt der Bass, hier meist eine Bass-Gitarre oder ein Kontrabass, mit der Bass Drum des Schlagzeugs zusammen oder er spielt rhythmische Figuren, nach denen sich die anderen Instrumente richten. Dieses Einsatzgebiet der Bass-Instrumente kommt allerdings in der klassischen Musik eher selten vor. Hier dominieren der ausschließliche Einsatz als tiefstes und harmoniebestimmendes Instrument mit eher sphärischen und weichen Klängen.

Bass-Gitarre

Zumeist wird in der zeitgenössischen Musik mit dem Bass der Kontrabass, aber viel öfter noch ein E-Bass oder ein Akustik-Bass gemeint. Es geht sogar soweit, daß der Kontrabass und die vielen anderen Bass-Instrumente eher als außergewöhnliche Substitute der normalen Bass-Gitarre gelten, die eher für Effekthascherei, als für ernsthaften Einsatz benutzt werden. Ursprünglich wurde als Bass-Gitarre ein Saiteninstrument bezeichnet, welches einer normalen Gitarre glich, aber zusätzlich noch mehrere Bass-Saiten hatte, die leer mitgespielt wurden oder ein bundloses Griffbrett hatten. Diese Instrumente wurden Kontra-Gitarre oder Schrammel-Gitarre nach den Erfindern der Schrammelmusik, Johann und Josef Schrammel, die Ende des neunzehnten Jahrhunderts in Wien aktiv waren, benannt und wurden hauptsächlich in der Volksmusik zur Begleitung eingesetzt.

Aus diesen Kontra-Gitarren entwickelte sich alsbald eine Bass-Gitarre. Allerdings war, ähnlich der Abstufung bei Streichinstrumenten, diese Bass-Gitarre ein tieferes und größeres, aber ansonsten baugleiches Gegenstück zur normalen klassischen Gitarre, die allerdings den tonalen Bass-Bereich abdeckte und genau eine Oktave tiefer gestimmt war. Es war also damals die heute bei elektrischen und akustischen Bässen übliche Stimmung in Quinten noch nicht üblich, obwohl andere Streichinstrumente wie die Violine, die Viola, das Cello und der Kontrabass diese Stimmung besaßen.

Nach und nach entwickelte sich dann daraus der auch heute noch gebräuchliche Akustik-Bass und später, unter dem Einfluss der E-Gitarre, daraus der E-Bass. Diese hatten jetzt die übliche Stimmung in Quinten. Dies bedeutet, daß ein solcher elektrischer oder akustischer Bass anstatt einer h-Saite eine c-Saite besitzt. Eine solche Stimmung würde bei einer normalen Akustik- oder E-Gitarre zu Problemen beim Greifen von Akkorden führen. Da auf einem Bass aber in der Regel Einzeltöne gespielt werden, kann die in diesem Fall bequemer zu spielende Quintstimmung eingesetzt werden.

Bass-Linien

Eine Bass-Linie ist die tonale Folge, die ein Bass-Instrument spielt. Da der Bass als tiefster Ton vom Gehör in den meisten Fällen auch als Grundton wahrgenommen wird, bekommt das tonale Material, daß vom Bass vorgetragen wird im gesamten Musikstück eine herausragende Bedeutung. Hierfür gibt es sowohl in der klassischen Harmonielehre als auch in den Harmonielehren von Jazz, Rock und Pop sehr viele und sehr umfangreiche Theorien und eine nicht minder umfangreiche und teilweise sehr tiefgehende Fachliteratur.