Musikinstrumente

E-Bass

Ein elektrischer Bass, kurz E-Bass genannt, ist ein Saiteninstrument, welches zur Familie der Zupfinstrumente gehört. Der E-Bass ist das tiefere Pendant zur E-Gitarre und hat mit ihr viel gemeinsam. Ein elektrischer Bass ist zumeist ebenfalls aus Holz, und auch die elektrischen Komponenten entsprechen in ihrer Wirkungsweise denen der Gitarre. Auch wird die Verstärkung des Klanges nicht von einem Resonanzkörper, sondern von einem Tonabnehmer erreicht, der die mechanischen Signale der Saitenschwingung in elektrische Signale umwandelt, die wiederum von einem Verstärker wiedergegeben werden.

E-Bass spielen

Ein E-Bass wird sowohl mit den Fingern als auch mit einem Plektrum gespielt. Das Plektrum wird auf dem E-Bass hauptsächlich in Situationen eingesetzt, bei denen es auf einen Ton mit definiertem Anschlag oder auf hohe Anschlagdichte ankommt. Außerdem spielen viele Bass-Anfänger mit einem Plektrum, da diese Spielweise technisch weniger anspruchsvoll als die Spielweise mit dem Finger ist. Die dynamische Kontrolle über die Saite ist bei dem Plektrum-Anschlag nicht so hoch, aber dafür entsteht ein definierter Ton.

Beim Anschlag mit dem Finger gibt es auf dem E-Bass mehrere Möglichkeiten. Das normale Zupfen verlangt von Bassisten eine höhere Konzentration und auch eine erhöhte Ausdauer. Dafür ist aber bei dieser Variante des Spiels eines elektrischen Bass die Kontrolle über die Dynamik einer Saite besonders hoch. Der Ton klingt voll und rund, allerdings nicht so differenziert wie beim Anschlag mit dem Plektrum. Dafür kann man aber die Saite sehr gut mit den Fingern der Schlaghand abdämpfen, wodurch ein sehr präzises Spiel mit unterschiedlichen Pausen und Arpeggios möglich wird.

Eine weitere Möglichkeit, den E-Bass mit den Fingern zu spielen, ist die sogenannte Slaptechnik. Hierbei wird abwechselnd mit dem Daumen auf die Saiten geschlagen und mit dem Zeigefinger oder Mittelfinger die Saite angerissen. Dadurch entsteht ein sehr perkussiver Ton, der nicht in jeder Musikrichtung Platz hat. Auch ist diese Technik eine der anspruchsvollsten Techniken, die auf dem E-Bass zu finden sind. Teilweise wird auch von machen Bassisten ein Doppelslap auf dem elektrischen Bass eingesetzt, bei dem die Saite mit dem Daumen von oben und unten angeschlagen wird. Zusammen mit einem entsprechendem perkussiven Spiel mit der Greifhand kann man dem Elektro-Bass einen maschinengewehrartigen Sound geben.

Die letzte Möglichkeit, den E-Bass mit den Fingern zu spielen, ist die sogenannte Tapping-Technik. Hierbei werden mit der Schlaghand Töne auf dem Griffbrett des elektrichen Bass angeschlagen. Zusammen mit einer Hammer-On und Pull-Off Technik der Greifhand kann man hiermit enorm schnelle Läufe auf dem E-Bass spielen oder sogar mit beiden Händen unabhängige Figuren tappen.

Das Spielen auf einem E-Bass unterscheidet sich nicht nur durch die teilweise unterschiedlichen Techniken vom Spielen auf einer E-Gitarre, sondern auch durch physische Unterschiede der beiden Instrumente an sich. Der elektrische Bass hat zum einen einen deutlich längeren und dickeren Hals und eine längere Mensur als eine E-Gitarre. Weiterhin sind die Saiten auf einem elektrischen Bass nicht nur deutlich dicker, sondern sie unterscheiden sich auch in der Anzahl. Während bei einer E-Gitarre sechs Saiten Standard sind, trifft man bei einem Bass zumeist vier Saiten an. Allerdings gibt es auch eine nicht geringe Anzahl von Bassisten, die einen elektischen Bass mit fünf oder sechs Saiten spielen. Weiterhin ist der Korpus eines E-Bass deutlich voluminöser als bei einer Gitarre, und auch der Steg sitzt auf dem Instrument weiter hinten, damit der elektrische Bass nicht zu lang wird.