Musikinstrumente

Geige

Eine Geige, oder auch Violine, ist ein Streichinstrument. Es wird vorwiegend aus Holz, aber in neuerer Zeit auch aus Karbon und Kunststoff hergestellt. Eine Violine hat vier Seiten und wird mit einem Geigen-Bogen gespielt. Allerdings wird die Violine oft auch einfach gezupft, da dieser interessanter Ton der Geige gern als Effekt in Musikstücken eingesetzt wird. Die Geige ist wohl das beliebteste aller Streichinstrumente. In vielen klassischen Stücken steht die Geige im Vordergrund. Es gibt auch unzählige Stücke, die speziell für die Violine geschrieben wurden. Auch sind ist das Handwerk des Geigenbaus sehr hoch geachtet.

Geige und Violine

Früher bezeichnete der Begriff 'Geige' neben der Violine auch Violas, Cellos und andere Streichinstrumente. Im 16. Jahrhundert wurde dann der Begriff der Geige mit dem Begriff der Violine gleichgesetzt. Heutzutage wird ebenfalls kein Unterschied mehr zwischen Geige und Violine gemacht.

Geige und Musiker

Im Gegensatz zu Instrumenten mit Bünden fordern Streichinstrumente wie die Geige ein wesentlich besser ausgebildetes Gehör des Musikers, da der Spieler der Violine keinen weiteren Anhaltspunkt für die Tonhöhe als eben sein Gehör hat. Deshalb haben das Üben auf der Geige und Violinen-Schüler im allgemeinen den Ruf, wahrhafte Katzenmusik zu machen, da sie erst erlernen müssen, wo welcher Ton genau liegt. Sie müssen das Gehör schulen, um die Töne richtig zu treffen. Auf einer Gitarre ist das dank der Bünde deutlich einfacher. Dies ist wohl einer der Gründe, warum die Geige oft auch als Königin der Streichinstrumente oder gar aller Musikinstrumente betrachtet wird. Die Violine ist zu anderen gebräuchlichen Instrumenten relativ schwer zu spielen, zumindest für Anfänger, deren Gehör natürlich noch nicht so ausgereift und geschult ist und deren Töne dementsprechend "schräg" klingen.

Geschichte der Geige

Die Violine hat eine etwa fünfhundertjährige Geschichte. Etwa um 1540 herum kam im oberen Italien die auch heute noch gebräuchliche Form der Geige auf. Zuerst hatten diese Streichinstrumente lediglich drei Saiten. Die Geigen des Geigenbaumeisters Antonio Stradivari ergaben schließlich eine Art Prototyp für die Form der Violine. Seine Geigen waren sehr begehrt und werden auch heute noch von den großen Geigern sehr gern gespielt. Stradivaris Violinen wurden zum Vorbild für Klang, Aufbau und das Aussehen für alle nachfolgenden Geigenbauer. Lediglich im 19. Jahrhundert fand ein gewisses Umdenken im Geigenbau statt. Es wurden einige Merkmale der Violinen verändert, um die Lautstärke des Instruments zu erhöhen. Dabei wurde der Klang der Geige allerdings etwas härter und weniger gefällig. Weitere Veränderungen der Instrumente konnten sich jedoch nicht durchsetzen. Ebenfalls im 19. Jahrhundert begann man mit der Massenfertigung von billigen Geigen. Dies geschah hauptsächlich in Deutschland und Frankreich, aber auch in Japan wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts preiswerte Violinen industriell hergestellt. Ende des 20. Jahrhunderts gab es Bestrebungen, eine Geige aus Kunststoff herzustellen, da sich diese Instrumente billig und in konstant guter Qualität herstellen lassen. Allerdings wurden diese Violinen nicht angenommen, so daß eine Weiterentwicklung in diesem Bereich bislang ausblieb. Nichtsdestotrotz könnte mit moderner Technik auch die Geige weiterentwickelt werden. So wäre es möglich, mit moderner Computertechnik und modernen Materialien die Violinen der alten Meister zu kopieren, man könnte gewissermaßen ein klangliches Duplikat anfertigen.