Musikinstrumente

Saxophon

Das Saxophon ist ein Holzblasinstrument. Oftmals führt dies zu Verwirrung, da das Instrument zum überwiegenden Teil aus Metall besteht. Holzblasinstrumente müssen aber nicht unbedingt aus Holz bestehen. Vielmehr ist die Art der Tonerzeugung ausschlaggebend. Beim Saxophon wird der Ton durch ein Rohrblatt im Luftkanal erzeugt. Dadurch wird es zum Holzblasinstrument. Bei Blechblasinstrumenten wird der Ton durch die schwingenden Lippen des Musikers erzeugt. Das Saxophon wurde von seinem Erfinder, Adolphe Sax, mit der Intention entwickelt, ein Holzblasinstrument für die tiefen Lagen zu bauen. Ursprünglich wurde das Saxophon für Sinfonie-Orchester gebaut, doch die Hauptanwender waren am Anfang Militärkapellen und Blaskapellen, die Marschmusik spielten. Durch die Blüte des Jazz im beginnenden 20. Jahrhundert wurde auch das Saxophon berühmt, da viele Jazzmusiker vom Klang und der Dynamik des Instruments begeistert waren. So konnte das Saxophon dann auch später seinen Siegeszug als Soloinstrument in Rock und Pop fortsetzen.

Adolphe Sax

Adolphe Sax ist der Sohn des Tischlers Charles Sax und wurde 1814 in Frankreich geboren. Die Familie Sax lebte in Dinant, und mit 21 Jahren zog Adolphe Sax nach Brüssel, wo er das Konservatorium besuchte und seine eigene Werkstatt für Instrumentenbau eröffnete. 1842 ging Sax nach Paris und nahm ein Exemplar eines von ihm selbst entworfenen Instruments mit, das Saxophon. Schon bald wurde Sax von Hector Berlioz und einigen Sponsoren unterstützt, die von Sax' Saxophon begeistert waren. Sax fing bald an, sein Saxophon in acht verschiedenen Größen zu bauen: Sopranino-Saxophon, Sopran-Saxophon, Alt-Saxophon, Tenor-Saxophon, Barion-Saxophon, Bass-Saxophon, Kontrabass-Saxophon und Subkontrabass-Saxophon. Er entwickelte weiterhin die sogenannten Sax-Hörner, wozu die Sax-Trompete, die Sax-Tuba und das Sax-Horn gehörten. Dieses waren Instrumente bei denen Sax die Erfahrungen mit dem Saxophon mit herkömmlichen Blasinstrumenten verband. Der mittlerweile sehr bekannte Instrumentenbauer erhielt 1846 ein Patent auf seine Instrumente und starb 1894 in Paris.

Saxophon-Arten

Das Sopranino-Saxophon ist fast immer vorzufinden, wird aber aufgrund der schwierigen Intonation und der schrillen Klänge eher selten gespielt. Dagegen wird das Sopran-Saxophon gerne als Zweit-Instrument benutzt. Es kommt in gebogener oder gerader Bauweise vor und ist relativ schwer zu spielen. Durch den hohen Klang eignet es sich aber sehr gut als Solo-Instrument. Das Alt-Saxophon und das Tenor-Saxophon bilden die am häufigsten eingesetzten Varianten des Saxophon. Die Verbreitung von Alt-Saxophon und des Tenor-Saxophons als Solo-Instrumente, aber auch in einem Bläsersatz, erstreckt sich von Jazz über Pop bis hin zur Rockmusik. Hierbei spielt besonders der warme Klang dieser Instrumente eine entscheidende Rolle. Beide Arten und auch alle tieferen Instrumente sind nur noch in der gebogenen Bauweise zu finden. Das Barion-Saxophon findet seltener Verwendung als Solo-Instrument, kommt aber sehr häufig in Big Bands als tragendes Blasinstrument vor und wird dort aufgrund seines warmen Klanges geschätzt. Das Bass-Saxophon kommt in einem Bläsersatz relativ selten vor, wird aber hin und wieder im Jazz als Ersatz des Kontrabasses oder einer Bass-Gitarre eingesetzt. Das Kontrabass-Saxophon und das Subkontrabass-Saxophon finden nur sehr selten praktische Verwendung und werden auch nur von ausgesuchten Instrumentenbauern als Einzelstücke hergestellt.