Musikinstrumente

Trompete

Die Trompete ist ein Blech-Blasinstrument, bei dem die Tonhöhe mit Hilfe von Ventilen verändert wird. Durch die Ventile wird der Luftstrom in der Trompete durch zusätzliche Luftkanäle geleitet und die gesamte Rohrlänge dadurch unterschiedlich lang gestaltet. Auf diese Weise verändert sich das Schwingungsverhalten der Luft und die führt dazu, daß die Trompete unterschiedlich hoch klingt.

Die Trompete ist schon mehrere tausend Jahre alt und wurde in einer natürlich einfacheren Variante schon im alten Ägypten gespielt. Damals war die Trompete allerdings noch gestreckt. Jedoch finden sich im alten Rom schon gebogene Formen des Instruments. Im frühen Mittelalter hingegen war die Trompete wieder gestreckt. Es ist bis heute unklar, ob den Germanen und anderen mitteleuropäischen Stämmen die gebogene römische Trompete bekannt war und sie das Instrument wieder regelrecht geradegebogen haben, oder ob sie nur die gerade Form der Trompete kannten und die gebogene Form selbst entdeckten. Im vierzehnten Jahrhundert entstand dann auch in Mitteleuropa die erste gebogene Trompete. Diese war eine einmal gewundene Lang-Trompete, die ohne Ventile, Hebel oder sonstige Hilfsmittel der Tonhöhenveränderung auskam, sondern mit der nur die Töne der natürlichen Obertonreihe gespielt werden konnten.

Erst im achtzehnten Jahrhundert wurde die Trompete weiterentwickelt und chromatisiert. Dazu wurde zum einen die Zug-Trompete entwickelt, bei der durch ein bewegliches Mundstück die Rohrlänge verändert werden konnte. Zum anderen gab es erste Trompete mit Grifflöchern. Da dieses Verfahren sich aber nicht besonders eignete, wurden bald Trompeten mit Klappen gebaut, welche deutlich besser funktionierten und auch von den Spielern angenommen wurden. Erst 1813 wurde das Ventil für die Trompete erfunden, und seit den dreißiger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts ist die heutige Form der Trompete mit drei Ventilen verbürgt. Doch bald wurde das Kornett zu einer ernsten Konkurrenz der Trompete, was sich allerdings gegen die Jahrhundertwende 1900 wieder umkehrte. Seitdem wächst die Begeisterung für dieses Blasinstrument immer mehr. Die Trompete hat nicht nur in der Musik, sondern auch beim Militär ihren Platz, wo sie zur Signalübermittlung benutzt wird.

Aufbau einer Trompete

Ursprünglich gab es nur die Naturton-Trompete. Doch bald gesellten sich die Klappen- und die Ventil-Trompete hinzu. Wenn man heutzutage von einer Trompete spricht, meint man zumeist eine Ventil-Trompete. Die Ventile sind entweder Dreh- oder Pumpventile. Während Drehventile deutlich leichter in der täglichen Pflege und der Wartung sind, erlauben Pumpventile verschiedene Glissando-Effekte, die mit einer Trompete mit Drehventilen erheblich schwerer zu spielen sind. Eine Trompete wird hauptsächlich aus Messing, Neusilber und Bronze hergestellt, seltener werden zusätzlich Teile aus Edelstahl benutzt. Dazu gibt es für jede Trompete eine größere Auswahl an Mundstücken, die nicht nur eine Bedeutung für den Spielkomfort, sondern auch für den Klang des Instruments haben. Außerdem gibt es für den Trichter verschiedene Dämpfer aus Metall, Plastik oder Gummi, mit denen auch der Klang verändert werden kann. Obwohl die Trompete als Blasinstrument schon relativ hohe Töne erzeugt, gibt es mit der Piccolo-Trompete eine noch höhere Variante des Instrumentes.
Weiterhin gibt es noch die Bass-Trompete, die klanglich ein Stück tiefer liegt. Allerdings sind diese Instrumente eher selten anzutreffen und dann auch weniger in einer Solisten- als einer Begleitrolle.

Zu erwähnen sind noch kompakter gebaute kleine Modelle der Trompete. Diese sind allerdings nur mehrfach gewickelt und haben dieselbe Rohrlänge wie eine normale Trompete. Durch den kleinen Schalltrichter klingen diese Instrumente weniger durchdringend und werden demzufolge nur dort eingesetzt, wo kein Platz für eine normale Trompete ist.